Der Stadtschreiber -Chemnitzer Annalen

In der zweiten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts wird Ruprecht als erster Sohn des Tischlermeisters Prescher geboren. Wenngleich er durchaus das Handwerk beherrscht ist er doch zu wenig geschickt, als dass ihm sein Vater das Geschäft überlassen könnte. Stattdessen wird ihm die Funktion als Stadtschreiber übertragen, wodurch der in die Situation gerät, aus die Geschicke der Stadt direkt Einfluss zunehmen. Die alte weise Mechthild, die in Ruprecht die Inkarnation ihres Helden Rudolf sieht, bewegt ihn, die Erneuerung der Keller im Kassberg voranzutreiben  und damit der Bevölkerung eine Schutzeinrichtung im Fall von Krieg und Katastrophe zu erhalten.

Die vorwiegende hölzerne Ausführung der Bebauung wird nach und nach von steinernen Häusern abgelöst und die Stadt schafft neben dem erstein steinernen Rathaus noch eine Lateinschule. Die Jahrzehnte vor der Reformation bieten den Bürgern eine kriegsfreie Zeit die jedoch durch Krawalle und aufkommende Hexenverfolgung überschattet werden